der legendäre Kaiserschmarrn


Ein verregnetes Pfingstwochenende und damit verbunden abgesagte Ausflüge erfordern besonders harte Maßnahmen, um die Stimmung zu heben - es ist Zeit für Soulfood und endlich etwas, was schon lange hier fehlt: Der Kaiserschmarrn. 2020 steht sowieso mittlerweile nach meiner offensiven Germteigliebe unter dem persönlichen Motto "back to the roots" Österreich und die Nachspeisen! (Ist ja nicht so, als ob mit diesem Thema bereits gefühlt 100. Backbücher gefüllt wurden :-) ) Tja, ich wage mich an die Klassiker... und ich freue mich, wenn du mich auf dieser "österreichischen Backreise" begleitest!

Ein bisschen Klugscheißen darf nicht fehlen - Funfact: ich frage mich immer woher denn eigentlich die Nachspeisen kommen, oder warum diese eigentlich so heißen, wie sie heißen. Im Fall vom Kaiserschmarrn ist dass auf unseren Kaiser angeblich (munkelt man...) zurückzuführen - Franzl himself! Sissi war ja eher auf ihre Bikinifigur aus und hätte das auch gerne von ihrem Göttergatten gehabt, der aber zuuu gerne genascht hat. Diese Vorliebe hat sich ein Hofkoch zugunsten gemacht und ihm eine neue Kreation serviert, um höher in seiner Gunst zu stehen (ist ihm denk ich gelungen...) - ein zerrissenes Omelett, das zu Beginn verschmäht wurde. Nachdem es zur Seite geschoben wurde, meinte Franzl (angeblich) "gib her den Schmarrn" und tadaaa deswegen Kaiserschmarrn.


Nach ein bisschen Heimatkunde gehts auch schon zum Rezept-

(ausreichend für 3 Portionen)

Zutaten

  • 120g glattes Mehl

  • 250ml Milch

  • 1Pkg Vanillezucker

  • Prise Salz

  • 4 Dotter

  • 4 Eiklar

  • 50g Kristallzucker

  • ca. 40g Butter

  • eine Hand voll in Rum eingelegte Rosinen - wenn man Rosinen nicht mag, gehts auch ohne ;-)

  • 30g Kristallzucker zum Karamellisieren

  • Staubzucker zum Bestreuen

Vorbereitung

Rosinen sollten mindestens 2h vor der Zubereitung in Rum eingelegt werden, damit diese quellen können. Backform (Bräter) mit Butter ausfetten, oder mit einem Antihaftspray einsprühen. Zwetschken- oder Marillenröster bereitstellen. Ich habe diesmal Apfelmus genommen.

Backrohr auf 210°C (Unter-, Oberhitze) vorheizen.

Zubereitung

Mehl mit der Milch, Vanillezucker und der Prise Salz mit einem Schneebesen glatt verrühren und die Dotter beimengen. Eiweiß mit dem Kristallzucker steif schlagen und unter den Teig heben. Die Butter in einer flachen Backform (Bräter) erhitzen und die Masse eingießen. Nun die Rosinen darüber streuen.


Im vorgeheizten Backrohr wird nun der Schmarrn auf der untersten Schiene ca. 9 Minuten gebacken. Anschließend wird der Teig mit einer Backschaufel geviertelt und gewendet und weitere 4 Minuten weitergebacken. Nun wird der Teig mit 2 Gabeln in ungleichmäßige Stücke zerrissen und mit Kristallzucker bestreut, damit der Kaiserschmarrn im Backrohr karamellisieren kann. Beim Anrichten nicht auf den Staubzucker und das Apfelmus/Apfelröster/Zwetschkenröster vergessen und warm genießen.


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